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Andrew Yang und UBI


Andrew Yang will US - Präsident werden und seine Hauptbotschaft lautet: "Jeder Bürger soll ohne Geldleistung von 1000 Dollar im Monat bekommen.

Andrew Xang


Ich denke, Young hat nicht nur realistische Chancen, tatsächlich US - Präsident zu werden, seine Hauptbotschaft, die Freiheitsdividende, die im wesentlichen das
universelle Grundeinkommen, kurz UBI, darstellt, könnte diesem zukunftsträchtigen System weltweit endlich zum Durchbruch verhelfen.


Wer vom BGE so überzeugt ist wie ich, dem reitzt es natürlich, sich mit dem System von Young etwas genauer auseinanderzusetzen. Zunächst sagt Yang, er wolle das UBI
aus einer Mehrwertsteuer finanzieren, dieses Modell wäre nicht neu, aber es entspricht nicht ganz dem Modell, wie wir es in Europa verstehen. Universelles
Grundeinkommen liegt vor, wenn die Regierung ihren Bürgern Geld direkt durch Steuern oder Gewinne aus anderen Quellen, wie beispielsweise natürlichen Ressourcen wie
im Fall von Alaska, gibt. Das gibt den Meschen im Grunde nur etwas zurück, und Alaska ist der einzige Staat in Amerike, der dies tut. Das könnte sich aber ändern.
Young möchte nämlich eine Steuer auf die großen Technologiekonzerne im Land wie Amazon und Google erheben. Dies würde auch der Wirtschaft großzügig helfen und das
ist keine so weit hergeholte Idee.


Spannender ist schon, dass Yang ausführt, dass Amazon allein im letzten Quartal einen Umsatz von 63,4 Milliarden US - Dollar und Google einen Umsatz von 32,6
Milliarden US - Dollar erzielte. Zusammen erzielten allein diese beiden Unternehmen also 96.000.000,000 USD. Mr. Yang meint, es ist Zeit, den Menschen etwas
zurückzugeben und er fügt gleich hinzu, dass das UBI dafür der beste Weg sei.Es sei auch eine Win-Win-Situation für alle, die Menschen stecken das Geld ja
wieder in die Wirtschaft.
Noch interessanter wird das Konzept, wenn man sieht, dass die wesentlichen Unterstützer von Young Milliardäre wie etwa Mark Zuckerberg oder Bill Gates sind. Aber
zu seinen Unterstützern zählen auch Top - Leute aus Sillicon Valley, also jedenfalls auch aus dem Google - Konzern. Darum die Botschaft von Mr. Young: not left,
not right, but forward!


Bricht man diese Analyse auf Europa und insbesondere Österreich herunter, so sieht man, dass sowohl Parteien rechts als auch links von der Mitte das UBI bzw das BGE,
das im Grunde das gleiche Modell ist, problemlos mit Ihrer Ideologie in Einklang bringen können.


Das BGE für das Alter


Konkret möchte ich aber für Österreich festhalten, dass es keinerlei Bedenken mehr gibt, ein BGE allein für das Alter in der Höhe von EUR 1.200 einzuführen und zwar
jetzt und nicht irgendwann! Die Parteien waren sich ja einig, eine Erhöhung der Mindestpension auf EUR 1.200 durchzuführen, aber erst nach 40 Beitragsjahren.
Das ist nicht fair, zu viele erwerben den Rechtsanspruch aufgrund (vielleicht beabsichtigter) bürokratischer Hindernisse nicht. Eine Partei hat ja im Wahlkampf
bereits gesagt, dass man das BGE für das Alter sofort einführen kann. Das immer bemühte Gegenargument der Politik gegen ein BGE, dass dann die Menschen aus Faulheit
nicht mehr arbeiten, kann denklogisch beim BGE für das Alter, welches von den maßgebenden Ländern bei 65 Jahren angesetzt wird, nicht ins Treffen geführt werden.
Zumindestens die Verfechter des BGE in Österreich sowie vor allem in Deutschland werden jetzt das Verhalten der Parteien genau beobachten, auch sehen wir
mit großer Spannung auf das BGE - Volksbegehren, welches im November unterzeichnet werden kann. Eines wird aber niemand ernsthaft bestreiten können, dass das BGE
heute schon große Teile der Bevölkerung in einem Ausmaß begeistert, wie ich es zu Beginn dieses Jahres niemals vermutet hätte.


Robert Habeck zum BGE


Robert Habeck, Bundesgeschäftsführer der Grünen in Deutschland, den derzeit 51 % der Deutschen direkt zum Kanzler wählen würden, steht dem BGE ebenfalls durchaus positiv gegenüber. Konkret sagt er:"Lasst uns das Grund=
einkommen probieren". Er will es zunächst nur für bestimmte Gruppen einführen, etwa bei den Kindern. Er argumentiert ehrlich und nachvollziehbar, er will sehen, wie sich das BGE konkret auswirkt und dann weitere
Entscheidungen treffen, das derzeitige Sozialsystem sieht er aber jedenfalls als mangelhaft an.


Precht: "Grundeinkommen wird ernstgenommen"

Precht: Grundeinkommen wird ernstgenommen


In Wahrheit gibt es heute kaum mehr Tätigkeiten, die nicht durch Maschinen (Künstliche Intelligenz, etc) schon besser erledigt werden können als durch Menschen. Die
Mächtigen in unserem System fürchten aber, dass
sie durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen Macht und Reichtum verlieren könnten. Wenn man sich die Diskussion zwischen Precht und Sobotka genau anschaut, merkt man, wie
Sobotka auf jeden Fall ein BGE vom Tisch
haben will, er bekommt das aber argumentativ nicht hin. Mittlerweile merken auch die Menschen, dass Ihnen die Politik nur eine schlechte Show vorspielt und erkennen die Wahrheit.
Der Prozess schreitet gerade jetzt
sehr schnell voran, deshalb nämlich, weil wir einer Rezession entgegen gehen, auf die der Kapitalismus keine (friedliche) Antwort kennt, das Bedingungslose Grundeinkommen aber schon!
Schaut Euch die Politiker an, wie sie hilflos sind, wenn sie auf die grossen Zukunftsfragen angesprochen werden!